HAROLD COHEN

Harold Cohen, Untitled, Plotterzeichnung, Tinte auf Papier, 57 cm × 76 cm, 1983
Harold Cohen, Untitled, Plotterzeichnung, Tinte auf Papier, 57 cm × 76 cm, 1983
Harold Cohen, Untitled, Plotterzeichnung, Tinte auf Papier, 57 cm × 76 cm, 1983
Harold Cohen, Untitled, Plotterzeichnung, Tinte auf Papier, 57 cm × 76 cm, 1983

HAROLD COHEN

Harold Cohen (1928-2016) war ein international etablierter Maler, als er mit seinem Wechsel von London nach Kalifornien Ende der 1960er Jahre begann, sich mit Möglichkeiten des Computers in der Kunst zu beschäftigen. Auslöser war ein Lehrauftrag an der University of California in San Diego. Ab 1973 entwickelte er unter dem Namen AARON ein auf formalen Regeln basierendes System, das Schritt für Schritt über fast vier Jahrzehnte hin Zeichnungen und Malereien von wachsender Komplexität autonom erzeugen konnte. Ein System, von der Forschung zur “Künstlichen Intelligenz” gelobt, das Cohen schließlich aufgab, weil er es als eine Sackgasse empfand. Er kehrte zurück zum Algorithmischen, als er beobachtete, dass die Menschen seiner Malmaschine mehr Interesse entgegenbrachten als seinen Werken. Diese waren inzwischen menschliche Portraits geworden. – Cohens konzeptueller Ansatz unterscheidet sich deutlich von denen seiner Zeitgenossen wie Frieder Nake, Manfred Mohr oder auch Vera Molnar. Er vertrat eine einmalige Position in der Welt der berechneten Bilder. Vor seiner Wende zum Computer war er bereits auf der documenta 3 und der 33. Biennale Venedig vertreten gewesen. Zur documenta kehrte er mit Zeichenmaschine 1977 zurück. Ausstellungen in vielen wichtigen Museen und Galerien, wie z. B. Tate, London oder San Francisco MoMA.

Harold Cohen

1928 geboren in London, 2016 gestorben

AUSBILDUNG

Diplom in Malerei, University of London, 1951

Abbey (Rome) Scholarship, 1951

LEHRAUFTRÄGE

Dozent in Kunstgeschichte, Camberwell School of Art, London, 1952-54

Dozent in Malerei, Slade School of Fine Art, London, 1961-65

Professur und Vorstand, Visual Arts Department, UC San Diego, 1969-71

Professur, Visual Arts Department, UC San Diego, 1971-1994

Gasthörer, Computer Science Department, (Artificial Intelligence Lab) Stanford University, 1973-75

Artist in Residence, Ontario Science Center,  Sommer 1984

Direktor, Center for Research in Computing and the Arts, UC San Diego, 1992-1998

AUSZEICHNUNGEN

Preisträger ACM SIGGRAPH Distinguished Artist Award for Lifetime Achievement im Jahr 2014

AARON, DAM GALLERY Berlin, 26. Januar – 16. März 2019

COMPUTER-GRAFIK 1984, DAM GALLERY Berlin, 19.01. – 17.03. 2018