HERBERT W. FRANKE

Herbert W. Franke, Siebdruck Edition, 1965, Auflage 100 Stück
Herbert W. Franke, Siebdruck Edition, 1965, Auflage 100 Stück
Herbert W. Franke, Siebdruck Edition, 1965, Auflage 100 Stück
Herbert W. Franke, Fine Art Print, Tanz der Elektronen Nr. 1, 1962/63, 2018, 10 Exemplare
Herbert W. Franke, Fine Art Print, Tanz der Elektronen Nr. 2, 1962/63, 2018, 10 Exemplare
Herbert W. Franke, Fine Art Print, Tanz der Elektronen Nr. 3, 1962/63, 2018, 10 Exemplare

HERBERT W. FRANKE

Herbert W. Franke, geboren 1927 in Österreich, studierte an der Universität Wien von 1945 bis 1951 Physik, Mathematik und Philosophie. Anschließend zog Franke nach Deutschland und machte sich nach fünf Jahren im Bereich der Industrie selbstständig. Ab 1956 beschäftigte er sich mit elektronischer Grafik und experimenteller Fotografie und seit 1969 schließlich mit Computerkunst. Franke hat bis heute seine Arbeiten bei über 200 Ausstellungen gezeigt. Er lehrte Computerkunst an der Universität München (1973 – 1998) und and der Akademie der Künste München (1984 – 1998). Herbert W. Franke hat neben seiner Beschäftgung mit Computerkunst zahlreiche Bücher veröffentlich, neben Sachbüchern auch viele Science-Fiction-Romane.

Geboren am 14. Mai 1927 in Wien, Österreich

1945-1950 Universität Wien:Studien in Physik, Mathematik, Chemie, Psychologie und Philosophie
1950 Doktor in theoretischer Physik, Universität Wien
1952-57 Industrietätigkeit bei Siemens in Erlangen, Deutschland
1957 Beginn seiner Tätigkeit als freier Schriftsteller. Seitdem zahlreiche Publikationen von Fachbüchern und Science-Fiktion-Romanen
1969 Arbeiten über Zukunftsforschung, mit Prof. Dr. Dr. E.H. Grau, Universität Marburg/Lahn
1970 erste Computergrafiken mit digitalen Großrechnern in Zusammenarbeit mit dem Siemens Forschungslabor in München
1972-79 zusammen mit Wolfgang Jeschke Science-Fiction-Lektor und Herausgeber im Wilhelm Heyne Verlag, München
1979 Mitbegründer der ‚Ars Electronica’ in Linz/Donau
1980 Berufstitel Professor vom Österreichischen Ministerium für Unterricht und Kunst
1993 Mitbegründer des „Medienlabor München e.V.“
2008 Senior Fellow am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin

LEHRE
1973-97 Lehrauftrag an der Ludwig Maximilians-Universität München für „Kybernetische Ästhetik“ – später “Computergrafik – Computerkunst”
1979/80 Lehrauftrag „Einführung in die Wahrnehmungspsychologie“ sowie Lehrauftrag „Einführung in die Science-Fiction-Literatur“ an der Hochschule für Gestaltung Bielefeld
1984-98 Lehrauftrag für “Computergrafik – Computerkunst” an der Akademie der Bildenden Künste in München

EINZELAUSSTELLUNGEN
2012
Herbert W. Franke – Pionier der Computerkunst, E-Werk in Freiburg, Breisgau
2010
Herbert W. Franke, Wanderer zwischen den Welten, ZKM, Karlsruhe

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
2013
No Message Whatsoever – Frieder Nake & Friends, DAM GALLERY Berlin
2007
Ex Machina – frühe Computergrafik bis 1979: die Sammlungen Franke und andere Stiftungen, Kunsthalle Bremen
2002
MICAD CYBERSCULPTURE, Parc des Expositions, Paris, Frankreich
2001
Wege zur Computerkunst Kronprinzenpalais, Berlin, und Gasteig, München
40 Jahre Computerkunst Nationalgalerie, Breslau, Tschechien
La Renaissance Numérique et le Nouvel Atelier de l`Artiste, Paris, Frankreich
Computergrafik als Prozess – die ersten 40 Jahre, lothringer13, München
2000
Science Art – Synergie der Form, Villa Streccius, Landau/Pfalz
1959
Experimentelle Ästhetik – Elektronische Grafik, Museum für Angewandte Kunst, Wien, Österreich

PROJEKTE
2001
Perlenkette. Animation mit dem Programmiersystem Mathematica, mit einem für die Demonstration (ohne Brillen) entwickelten Betrachtungsgerät. Ausstellung im Kunstquartier lothringer13, München
2001
Para-Kristalle. Entwürfe für drei Skulpturen für computergesteuerte Realisierung für die Veranstaltung INTERSCULPT 2001 in Paris, Frankreich
1997
Computerkaleidoskop (mit Jörg Stelkens und Florian Trüstedt), Installation auf der Basis einer Endlos-Programmschleife, Einstein-Kunstgelände, München
1996
Polyeder, Videoproduktion auf der Basis eines Mathematica-Programms an der TU Berlin, Sonderforschungsbereich Differential Geometry and Quantum Physics
Flying Snail (mit Manu Luksch), Computeranimation auf der Basis eines Mathematica-Programms für das Informationssystem InfoScreen
LoopRoom (mit Jörg Stelkens), Bild- und Ton-Rückkoppelungsprozesse mit dem Fairlight-Video-Computer, Akademie der Bildenden Künste, München
Blockade, Demonstration eines Programms für laufende Bilder und Umsetzung in Musik über eine Midi-Schnittstelle, Tag für experimentelle Musik, Freies Musikzentrum München
1991
Prinzip K (mit Horst Helbig und Gottfried Jäger), Computergrafik in Überblendungsprojektion mit Musik, ZIB, Universität Bielefeld
1989
Hommage à E.M. (mit Christoph Grüner, Claudia Knoll, Klaus Netzle, Susanne Päch), Ballett mit Echtzeit-Bildverarbeitung, artware, Hannover
1984
Computer/Synthesizer, Workshop, Ars Electronica, Linz, Österreich
Metamorphosen (mit Christoph Grüner und Horst Helbig), Videoproduktion auf der Basis einer Überblendungsprojektion von Computergrafiken aus dem System DIBIAS
Computer – Instrument der Kreativität, Synthesizer-Improvisationen von Gershon Kingsley auf der Basis laufender Bilder nach einem interaktiven Programm von H.W. Franke, Sonderschau der Hannover Messe
Digitale Impressionen II – Überblendungsprojektion mit Musik, Klangaktionen ´84, Bayerische Staatsoper, Bayerischer Rundfunk u.a., München
1983
Computergrafik – Life, Ausstellung und Demonstration, Galerie Arnat, München
Computergrafik als Bühnenbild, Referat und Demonstration, Mozarteum, Salzburg, Österreich
Chip Universe,  Bildablauf nach Programm mit Life-Musik-Improvisationen von Bruno Spörri, BMW, München
Dynamische Computergrafik, Referat und Demonstration bei der Viso Data, München
1982
Computer Art (mit Josef Anton Riedl und einer Musikergruppe), Bild-Ton- Improvisationen, Workshop des Kulturamts Bonn
1978
Astropoeticon (mit Christoph Grüner, Walter Haupt, Manfred, Thilo Kage, Susanne Päch), Videoproduktion auf der Basis einer Bildserie von Andreas Notteboom
Computeranimation und Musik (mit Musikergruppen), Improvisationen nach einem Film auf der Basis der Serie Rotationen, Projektionen, Breitenbrunn, Österreich
1974
Rotationen – Projektionen, Computerfilm für eine Ballettaufführung der Experimentierbühne der Bayerischen Staatsoper nach einer Idee von Walter Haupt, München
1972
Musik Film Dia Licht Festival (Beteiligung), Kunstprogramm der 20. Olympischen Spiele von Josef Anton Riedl, Bayerischer Rundfunk, München

AUSZEICHNUNGEN
2007 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
2002 Dr.-Benno-Wolf-Preis des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher für Verdienste in der Höhlenforschung
1999 “Goldener Lorbeer” der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs, Künstlerhaus Wien
1992 Karl-Theodor-Vogel-Preis für Technik-Publizistik
1989 Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar
1987 Computerkunstpreis der Vereinigung Deutscher Softwarehersteller e.V.

VERÖFFENTLICHUNGEN
Vorstoß in die Unterwelt. Bruckmann, München 2003
Animation mit Mathematica. Springer, 2002
Ästhetische Information. Mit H. G. Frank. I. f. Kybernetik-Verlag, Berlin/Paderborn 1997
Das P-Prinzip. Naturgesetze im Rechnenden Raum. Insel Verlag, Frankfurt/Main 1995
Wege zur Computerkunst. Edition ‘die Donau hinunter’, Wien/St. Peter am Wimberg 1995
Digitale Visionen. IBM Deutschland GmbH. 1989
Die Welt der Mathematik. Mit H. Helbig. Computergrafik zwischen Wissenschaft und Kunst. VDI-Verlag, Düsseldorf 1988
Computergraphik – Computerkunst, 2. erweiterte Auflage. Springer Verlag, Heidelberg/Berlin/New York 1985
Computergrafik-Galerie. Bilder nach Programm – Kunst im elektronischen Zeitalter. DuMont, 1984
Kybernetische Ästhetik – Phänomen Kunst, 3. erweiterte Auflage. Ernst Reinhardt Verlag, München 1979
Kunst kontra Technik. Fischer Verlag, Frankfurt 1978
In den Höhlen dieser Erde. Hoffmann & Campe, Hamburg 1978
“Phänomen Kunst. Die kybernetischen Grundlagen der Ästhetik”, 2. erweiterte Auflage. DuMont, 1974
Apparative Kunst. Vom Kaleidoskop zum Computer. Mit G. Jäger. DuMont, Schauberg/Köln/München 1973
Computergraphik – Computerkunst. Bruckmann, München 1971
Phänomen Kunst. Heinz Moos Verlag, München 1967
Die Sprache der Vergangenheit. Union Verlag, Stuttgart 1962
…nichts bleibt uns als das Staunen. Wilhelm Goldmann, München 1959
Kunst und Konstruktion. Bruckmann, 1957
Wildnis unter der Erde. Brockhaus, Wiesbaden 1956

NO MESSAGE WHATSOEVER: FRIEDER NAKE & FRIENDS, DAM GALLERY Berlin, 16. November 2013 – 25. Januar 2014